Unser Zeitkonto in Kroatien zeigte noch 3 Tage und die wollten wir noch zum Entspannen nutzen. Das einladende und g’schmeidige Inselmotto „No Stress on Cres“ klang perfekt dafür – also los!

Das Camp Kovacine liegt nur etwa 15 Minuten von der Stadt Cres entfernt – je nachdem wo man sein Quartier aufschlägt. Nach zwei Runden mit dem Knospentaxi durchs Gelände fanden wir 3 Plätze die uns zusagten. Unseren Lagerplatz wählen wir immer nach ein paar wenigen, aber essentiellen Kriterien: direkt am Meer und sehr nahe zur Bar. Also ab zur Rezeption und die Verfügbarkeit checken. Yes, unsere erste Wahl, war frei! Wenn’s läuft, dann läuft’s J

Nach nur 15 Minuten Autoentladung und Zeltaufbau, sah es – wie bei uns üblich – so aus, als wohnten wir schon seit Saisonbeginn dort. Naja, einmal Zigeuner, immer Zigeuner 😉

Mission 1: Aperitif!

Der Tag neigte sich dem Sonnenuntergang entgegen – die perfekte Zeit für den ersten Aperitif. Ich schlenderte also los, um uns erfrischende Aperol Spritz zu holen. Bei der ersten Beachbar gab’s weder Aperol noch Prosecco und gegenüber beim Strandcafé zwar meinen geliebten Aperol aber nur mit Wein ;-(

Nein, ohne mich! Das Finale unseres sensationellen Roadtrips hat sich den perfekte Ausklang verdient deshalb sollten auch die Drinks dementsprechend sein. Also Plan B: Do it yourself baby! Dafür brauchte ich Prosecco, Aperol, Soda und ganz viele Eiswürfel. Also ab in den Supermarkt. Check, Check und nochmal Check! Inklusive Henkelgläser, yeah baby J

Heinzi lümmelte in unserer Outdoor-Lounge und lachte mir bereits entgegen, als er mich vollbepackt mit guten Sachen, entdeckte. Mit oscarreifer Mimik- und Gestikdarbietung schilderte ich ihm meine Mission, während er sich vor Lachen kaum halten konnte. Beim ersten Schluck meines frisch und selbstgemixten Drinks wechselte sein Lachflash zu einem genussvollen Hmm… Tja, ich mix halt einfach noch immer die besten Sprudel-Drinks J

Mission 2: Pizza!

Total in Gesprächen versunken genossen wir den farbenfrohen Sonnenuntergang und übersahen dabei fast wieder die Zeit für’s Abendessen. Schwubdiwub war’s schon wieder 21:30 Uhr… In die Stadt zu spazieren hatten wir irgendwie keine Lust, außerdem gab’s als gute italienische Alternative 50 Meter von unserer Lagerstelle entfernt eine Pizzeria. Schnick-schnack-schnuck: der Verlieren musste gehen – also ich… Locker-flockig hüpfte ich los in das Restaurant hinein zum Kellner hinter der Bar. Als mir dieser bei meiner Bestellung erwiderte, dass es nur bis 20:00 Uhr Pizza für Take-Away gibt, wandelte sich mein fröhlicher in einen geschockten Blick, dicht gefolgt von tränengefüllten Hundeaugen, deren Wasserfall in Sekunden ausbrechen würde wie damals der Vulkan Pompeij. Schweiß tropfte dem Kellner bei diesem Anblick von der Stirn, zum Glück kam ihm sein Kollege mit Vater-Instinkt zu Hilfe. Dieser sagte kurz: Du bekommst alle was du willst, bloß fang bitte nicht an lauthals loszuheulen! 10 Minuten später stand ich mit einem selbstzufriedenen, breiten Grinsen beim Zelt mit 2 heißen, ofenfrischen Pizzas J hehehe… Als ich Heinz von dieser Mission berichtete, erlebte verschluckte er sich fast als er in den 2. Lachkrampf des Tages fiel.

Tag 2:  Gaudi-Action!

Nach einer weiteren erholsamen Nacht starteten wir genüsslich mit selbstgebauten, gemüse-bunten Ei-Sandwiches. Mit dieser optimalen Stärkung und einem knallroten Pseudo-„U-Boot“ sowie Wasser-Funparks vor den Augen zuckte das innere Kind schon ganz nervös… Also auf und nichts wie los!!! Rein – rauf – runter – hüpfen – klettern – springen und wieder von vorn! Bei all der Action denkt man die Zeit vergeht ja wie im Flug – wenn man ein Kind ist… Tja, für „erwachsene“ Kokosnüsse sieht das etwas anders aus: Nach 1 Stunde ging uns schon die Puste aus 😀 Also Zeit für ein Rasterle, wie Heinz so schön sagt. Aus der kurzen wurde eine etwas längere Pause und der Abend kam mit Hunger daher. Gemütlich spazierten wir die 2 km entlang des Strandes zum Hafen von der Stadt Cres.

Kulinarik-Genuss pur!

Am rechten Hafeneck entdeckten wir eine kleine, feine Weinbar mit Holzfässern als Stehtischen am Pier. Die Auswahl an Weiß- und Rotwein sowie Prosecco und Champagner war groß und wirklich erlesen. So etwas haben wir beim ganzen Roadtrip bis dato nicht gesehen. Zum Glück sonst wären wir vermutlich nicht weiter gekommen und wenn dann nur mit leerer Geldtasche.

Joseph, der Kellner und Junior-Chef von der Weinbar Miramare, erzählte uns interessante Dinge über die Insel und gab uns einen Insider-Tipp fürs Abendessen. In dem Restaurant gibt es nämlich Frischfisch aus Wildfang und nicht von einer Fischfarm. Seine Mutter war dort 17 Jahre lang Chefköchin, also vertrauten wir auf seine Empfehlung und schlängelten 10 Minuten durch enge Gassen bis wir es entdeckten. Eine romantische Terrasse mit sehr gutem Service und sensationell gegrilltem St. Petersfisch erwarteten uns dort. Perfekt für den letzten Kroatien-Abend!

Obwohl das Highlight erlebten wir auf dem Taxi-Boot zum Camp. Unsere österreichischen Landsleute begrüßten uns an Bord mit: „Servus Nachbarn! Wir haben euch schon ein paar mal beobachtet. Aber echt jetzt: Macht voll auf Ökös und sitzt da mit den Apples!“ …haha* Darauf stießen wir alle mit kroatischen Sliwowitz und einem Prost an!

Tagsdarauf packten wir unsere 7.000 Zwetschken zusammen und traten die Heimreise an. Danke Kroatien, danke Cres – es war MEGA!

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