Das Märchen vom Tiroler Urwald und wo es ihn noch zu sehen gibt verschlug uns Tiroler Coconuts, einen Thai-Auswanderer und einer Bayerin mit Pudel, in die Eng.

Schönster Platz Österreichs

Diese auch bekannt als Hinterriss liegt im Naturpark Karwendel und ist mit dem Auto über den Sylvensteindamm in Deutschland zu erreichen, wobei die Eng zum Gemeindegebiet von Vomp in Tirol gehört. Vielleicht habt ihr schon davon gehört, weil dort auch der Große Ahornboden zu finden ist, der 2014 im Zuge eines ORF-Publikum-Votings zum „Schönsten Platz Österreichs“ gekürt wurde.

2.970 Höhenmeter mit 54 kg Gepäck

In den 3 Tagen haben wir 27,7 Kilometer und insgesamt 2.970 Höhenmeter – man rechnet ja rauf und runter zusammen 😉 – zurückgelegt. Wobei wir uns am 2. Tag eine Natur-Genießer-Pause gegönnt haben. Eigentlich wollten wir im Rißtal unser Zelt aufstellen und auf komplett „Wildniss-Eigenversorger“ machen. Aber die leckeren Kaspressknödel auf der Lamsenjochhütte unsere Geschmacksinne singen ließen, wollten wir uns auf alle Fälle gönnen.
Nachdem wir ein 4,5 kg Zelt, Proviant für 3 Tage mal 4 Personen & Co übers westliche Lamsenjoch geschleppt haben, passierten wir auf unserem Weg hinunter die Binsalm. Und da haben wir unser absolutes Highlight der Bergtour entdeckt, den Hot Pot! Auch genannt Hottub, ist das ein Wanne, die mit Feuer beheizt wird und mehrere Leute gemeinsam darin entspannen, floaten und ein paar Gläser frisch gezapftes schlürfen können. Tja… ab diesem Moment geriet unsere ursprüngliche Idee etwas ins Wanken.

Unverhofft kommt oft

Wir wanderten weiter runter ins Tal zur Engalm und stellten leider 2 Sachen fest:
1. Die Alm, die so für ihren prämierten Käse bekannt ist, verkörpert mehr „Touri-Schein“ als Sein.
2. Ein Zelt in der Gegend von der Engalm und dem Großen Ahornboden aufzuschlagen ist nicht möglich, da Weidezäune die freien Flächen abgrenzen. Außerdem ist im Naturpark Karwendel – sowie leider größtenteils in Tirol – zelteln verboten, außer man müsste „Not biwakieren“.

Okay, also musste eine gute Alternative her und rein zufällig hatte die Binsalm in ihrem neuen Bungalow-Trakt noch zwei Zimmer frei… Da nochmal hochgehen von 60 % unserer Truppe abgelehnt wurde (der Rest war Babsi & Pudel-Yuki), riefen wir bei der Binsalm an, ob wir die Zimmer haben, sie uns abholen und wir den Hottub am Abend nützen könnten. 3 x JA also pippifein! Es war ein perfekter Ausklang des 1. Tages unserer Rundwanderung.

Musizieren und Hottubbing auf der Alm

Tag 2 startete mit einem gemütlichen Frühstück, sonnen im Liegestuhl und kleiner Erkundungsrunde des Panoramawegs. Zurück auf der Alm entdeckten wir 2 Gitarren und verbrachten den späteren Nachmittag mit musizieren auf der Terrasse bis der frisch eingelassene Hottub wieder eine „angenehme Hitze“ (an der Anfeuerungstechnik sollte Dani noch etwas üben) hatte. Interessante Gespräche wechselten im Zuge der Bade-Zeit und dem tollen Getränkeservice an die Wanne zu lustigen Unterhaltungen.
Am dritten Tag gab es noch eine herzliche Verabschiedung von der Binsalm und ihren Leuten, bevor wir unsere Tour fortsetzten.

Lange, nasse 16,7 km

Der Weg führte uns über den Ahornboden, wobei wir entlang des Baches gingen und dann hinauf zur Plumsjochhütte. Es waren zwar nur knapp 600 Höhenmeter, aber der Weg war lang und bei der Sommerhitze, den schweren Rucksäcken echt anstrengend. Die Freude als wir auf der Hütte ankamen, sprudelte gerade so über die Theke bei unserer Bestellung. Wir hatten auch wiedermal ein perfektes Timing, denn genau als unsere Schlusslichter ankamen, fing es an zu regen. Das hat uns zu Beginn noch wenig bekümmert, denn wir bekamen das allerbeste Sauerkraut zu essen! Leider wurde aus dem Regen ein Gewitter mit Blitz und Donner. Da nicht mal Yuki pudelnass werden wollten, warteten wir knapp 2 Stunden sich das Unwetter verzog. Übers Plumsjoch wanderten wir den „roglatn“ und „stecklign“ Weg hinunter zur Gernalm, wo wir spontan das Wandertaxi zum Parkplatz der Karwendelbergbahn nahmen.

Satt & müde ins Bett

Dort stand unser Abholauto zur Gramaialm, wo wir gestartet sind und geparkt hatten. Wir genossen dort noch auf der Terrasse ein kleines Abendessen – die „zweierlei Schlutzkrapfen“ mit Spinat & Graukäse – sind der Hit! Völlig erschöpft und happy über unsere erfolgreiche, erlebnisreiche und stimmungsvolle Tour fielen wir wenig später ins Bett. Es war MEGA ☺

Danach planten wir unsere Bergtouren danach, nach den Kriterien „Almpool“ und/ oder „Bergsee“. Wir wurden fündig: Zireinersee – Mit Flossen aufn Berg

Tiroler Coconuts

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2 Kommentare

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  • Hey Coconuts ,

    es war ganz a tolle Zeit mit euch auf da bins , mit eurer Musik und mit eurer lebensfrohen Art habts ihr mir echt a paar unvergessliche Erinnerungen beschert. Is nett dass a mi a im Video drein habts. I hoff ihr machts weiter so und vielleicht kreuzen sich die Wege amol wieder.

    Gonz liebe grüße, Jasmin 🙂

    • Hi Jasmin, schön von dir zu hören 🙂 Danke danke, es war uns eine superschöne Zeit mit euch und wir sind dankbar dich kennen gelernt zu haben! Na klar – man trifft sich immer zweimal im Leben 😉
      LG Heinz & Babsi
      PS: halt uns am Laufenden wie es mit deiner Sing- & Songwriter Karriere voran geht. Ein Tipp: Acoustic Club Innsbruck, findet jeden 2. Freitag im Monat statt: http://www.acousticclub.at/#contact

Tiroler Coconuts

Wir sind zwei Tiroler mit Herzblut und 3 großen Interessen: Reisen, Ernährung & Fitness – aber alles ohne Mainstream & Einheitsbrei! Bewusst abenteuerlustig und mit dem Drang zum höchsten Lebensgenuss zeigen wir euch mit diesem Vlog unsere Highlights!

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