Heißer Sommertag, das hieß für mich eindeutig: Früher Feierabend, raus aus dem Büro! Heinz hatte schon seinen mega-wichtigen Termin – bei der Friseurin – hinter sich und sonnte sich bereits wohlverdient am Steg des Sees vom Gruberhof in Igls. Zur Begrüßung bekam ich einen herzhaften Kuss von meinem ungewollt-kurzgeschorenen Schatz, einen erfrischenden Aperol-Spritz in die Hand gedrückt mit dem Vorschlag: „Lass uns ans Meer fahren!“ Ein Top-Ergebnis nach Büroschluss würde ich mal sagen 😉
Sofort fingen wir an zu grübeln, was uns wann, wie und wohin so taugen würde. Den Vorschlag vom Tauchen in Ägypten setzten wir bald ad acta, da wir im Internet nur von Resorts, Hotel-Bunker von irgendwelchen internationalen Ketten etc. fündig wurden.
Nach weiterem Check von Marokko, Korsika und den Azoren kamen wir auf Griechenland. Heinz hat in seinen „jungen“ Jahren auf Rhodos zuerst in einer Bar und dann auf einem Bungee-Turm gearbeitet und schwärmt noch heute vom fleischlosen Mussaka.

Ab nach Griechenland!

Da wir prinzipiell flexibel sein wollen um nach Lust, Laune und Bauchgefühl zu reisen, kam ein Package schon gar nicht in Frage. Bei der riesengroßen Auswahl an Flugmöglichkeiten und Inseln, schwirrte uns bald der Kopf. Deshalb rief ich beim L’tur Reisebüro in der Museumsstraße an, wo mir das supernette Mädl (leider habe ich ihren Namen vergessen) die Insel Kreta empfahl. Sie hatte ein Top-Flugangebot für uns parat. Den Mietwagen buchte ich volé danach selbst bei billiger-mietwagen.de weil die, meiner Erfahrung nach, echt die besten Angebote haben.
Eine Woche später ging’s zuerst mit dem Four Seasons Shuttle nach München. Bei der Kofferaufgabe hielten wir die gefühlte kilometerlange Schlange etwas auf, wegen Übergepäck… Kurz zur Vorgeschichte: Am Abend vorher fand eine Fete in einem unserer Lieblingslokale statt und ja es wurde spät, sehr spät. Unser Flieger ging am Nachmittag und ich hatte ein paar Tage vorher noch optimistischer Weise einen Kosmetiktermin um 10:00 Uhr vereinbart. Nachdem ich unter Schlafmangel dorthin gegeistert bin entschied ich, zwei Stunden vor Abfahrt, Heinz telefonisch zu wecken, da er seinen Koffer noch nicht gepackt hatte.
Jedenfalls war die Dame am Schalter so nett und hat uns nur 50 Euro für 6 kg Übergepäck (was das schwere Gut war, lest ihr noch weiter unten) verrechnet – also ab nach Heraklion! Jippieh!

Kreta – endlich wir sind da!

Wir kamen am Abend an, holten unser Mietauto ab – einen knallroten Toyota Aygo – und fuhren zum ersten Stop nach Georgiopopulis, wo das Reisebüro eine Nacht für uns in einem 4-Sterne Hotel gebucht hatte. Es war klein, schön, sauber und okay, aber kein Platz wo wir bleiben wollten. Also rein ins Auto und freischnauze weiter entlang der Küstenstraße im Norden.
Auch wenn das Ortschild „Bali“ so verlockend klang, gefiel uns die Gegend nicht, deshalb fuhren wir weiter bis zur nördlichsten Spitze von der Halbinsel Chania. Beim Anblick der steinigen, von Sandbuchten durchzogenen Küste ohne Touristen und vor allem das Restaurant über dem Riff, fühlten wir uns richtig. Das Beach Bay Hotel direkt am Strand hatte ein Zimmer frei für 60 Euro. Perfekt – eingecheckt!

Schraubenzieher und Kaffeemaschine!?

Beim schnellen Kleidungswechsel und dem dafür nötigen Kofferöffnens wurde die Causa „6kg-Übergepäck“ geklärt: Schraubenzieher, Schrauben, Draht, Kaffeekocher und 1kg gemahlenen Kaffee!? Eh klar, wichtigste Utensilien um im Notfall einen Firestick bauen zu können und schließlich gibt’s in Griechenland nicht an jeder Ecke Kaffee…

Chania: Touristen & erster Tauchgang

Im besagten original griechischen Restaurant verschlangen wir eine saftige, leckere Goldbrasse gefolgt vom landestypischen Dessert: Ouzo mit Wassermelone.
Junge Locals am Nebentisch gaben uns Tipps, wo wir auf unserem Trip einsame, wunderschöne Buchten finden würden. Naja, nachdem wir den ersten Spot besucht hatten – nämlich „Ballos“ – verzichteten wir ihren Ratschlägen weiter zu folgen, aufgrund vom Überfluss an Sonnencreme-Duft, Plastikmüll im Meer und schwergewichtigen Touristen, die sich von Eseln vom Strand zum Parkplatz transportieren ließen.
Auf unserer Fahrt entdeckten wir das Plakat der „Chania Divers“ und entschlossen spontan uns den kretanischen Meeresboden von unten anzusehen. Das war mein erster richtiger Tauchgang mit Sauerstoffflasche & Co war. Da Heinz zwei Jahre lang in Thailand als Tauchlehrer gearbeitet hat, war seine Challenge mich heil wieder nach oben zu bringen. Denn vor ein paar Jahren hatte ich einen Gehörsturz, also ist Tauchen nicht der optimale Sport für mich wegen dem Druckausgleich. Es war eine super tolle Erfahrung, vor allem da die Jungs und Tauchlehrer von den Chania Divers absolute Granaten sind in Sachen Humor und griechischen Männer-Klischees – gekleidet in Speedo-Badehose. Danach war mein rechtes Ohr zwar 2 Tage lang taub, aber manchmal ist’s ja auch besser nicht immer alles zu hören.

Unser Paradies Sougia mit Hippie-Flair!

Mit Google-Maps fanden wir unser nächstes Ziel, wobei wir unter folgenden Kriterien suchten: Fischerdorf an der Küste ohne Hotels & Co. Bingo! Das Satellitenbild von Sougia sah vielversprechend aus. Nach 3-stündiger Fahrt über Bergstraßen rauf und runter hatten wir unser Ziel erreicht.
Sougia – unser geliebter Geheimtipp auf Kreta! Ein Hippie-Domzil. Das beste griechische Essen, weißer Sandstrand wo Nacktbaden erwünscht ist und ein paar nette Bars mit Live-Musik von gestrandeten Aussteigern aus aller Welt und dem Club Fortuna!
Mehr möchte ich hier gar nicht davon erzählen, da die Magie dieses Ortes auf jeden anders wirkt und es sich in Worten echt nicht beschreiben lässt! Besucht es selbst und ihr werdet es verstehen ☺

Es dauerte etwas aber ein paar Monate später konnten wir los starten zu unserer – diesmal längeren – Reise nach Thailand: Inselhop – Koh Yao Noi

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