Nach „Touri-Tag: Poljana & Veli Losinj“ stoppten wir bei Nerezine. Der Campingplatz „Kamp Rabo“ unter Bäumen direkt am Meer hätte uns so gut gefallen, leider waren dort alle unsere Platz-Favoriten schon reserviert. Klar, es gab freie Plätze mit grobsteinigen Untergrund… Da wäre auch der besten aufblasbaren Isomatte die Luft ausgegangen. Als Ausweichdomizil in der Nähe gab es noch das Camp Bijar bei Osor oder das Camp Lopari. Da wir das Gefühl hatten Nerezine wäre einen Abendbesuch absolut Wert, wählten wir Lopari, da es näher lag. Die junge Camp-Keeperin fuhr uns mit dem Golf Kart durch die Anlage und nach gezählten 3 Baumkollisionen fanden wir einen passenden Zeltplatz mit Strom, direkt hinter der Surfschule am Wasser. Nach einem weiteren Zelt-Aufbaurekord sollte das erfrischende Salzwasserbad für unsere stark-transpirierende Körper folgen. Denkste! Statt der Routine-Abkühlung im blauen, glasklaren kroatischen Meer erwartete uns 5 Meter weiter untypisches, trübes Wasser mit schlammigen Meeresboden! Hoffentlich liegt das nur daran, dass das Wasser dort nicht zirkulieren kann, weil es sich um eine künstlich-angelegte Bucht handelt.

Ab nach Nerezine

Tja, dann eben Plan B: Den Wasserhaushalt durch die Kehle ausgleichen. Auf dem Weg zur Strandbar beobachteten wir mehrere, gut-bebauchte Männer bei ihrem Kugelbauch-Aufeinderprall-Wettbewerb. Bei diesem Anblick setzten wir im Gleichschritt eine synchrone Kehrtwende und stiegen ins Auto zurück an die Bucht von Nerezine. Mit Anlauf legten sprangen wir freudig mit einem gefühlt ästhetisch-perfekten Köpfler in die glasklare Adria. Herrlich! So soll das sein in Kroatien J

Gaumengenuss pur!

Nach mehreren Abfolgen von Nass-Trocken-Heiss-Nass-Trocken kam der Durst (ich) und Gusto auf frittierte Patate (Heinz) auf – also ab zur Hafenbar. Ich startete im zielstrebigen – aber trotzdem galant-hüftschwingend – Gang, dem orangen Schild auf dem Terassentisch entgegen. Und ja, der Sonnenuntergang würde für mich um eine wesentliche Nuance frohlockender werden: Aperol Spritz mit Prosecco stand da blau auf orange! Da ich ein gutes Weibi bin, holte ich mir beim Kellner auch gleich das „GO!“ für Ketchup mit Pommes 😉

Alles da zum einquartieren, also Laptops und Kameras raus! Nach 2 Minuten sah es wieder mal so aus, als gehören wir und unser Equipment zum Inventar.

Auf meiner WC-Suchaktion entdeckte ich direkt hinter dem Lokal ein marille-farbiges Haus mit einer Restaurant-Terasse im 1. Stock. Der Name: Buffet Dolac – unbedingt merken, für Losinj-Reisende! Da sich der Hunger meldete starten wir diesmal zur Standard-Urlauber-Abendessenszeit dorthin, wo uns der Wirt erklärte, dass ohne Reservierung erst in 2 Stunden, also um 22:00 Uhr ein Platz frei wäre. Leicht enttäuscht machten wir uns auf den Weg in das Dorfzentrum, wo es noch mehr Lokale gab. Beim „spazierelen“ fielen mir die vielen verschiedenen Eisdielen auf. Alle warben mit hausgemacht. Bis dato hatte ich auf unserem Trip eine solche Anhäufung nicht gesehen – zum Glück für meinen Zuckerhaushalt.

Wir fragten uns bei den Kroaten durch, wo man hier sehr guten und ehrlich-gefangenen Fisch (nicht von einer Fischfarm oder tiefgefroren) essen kann, alle empfahlen als Nummer 1 das Buffet Dolac… Aha, Tipp 2 war ein Lokal am Hauptplatz – den Namen habe ich vergessen, so wie uns dort die Kellner! Meiner Grundnatur „Wenn i will, dann will i“ entsprechend wollte ich es nochmal im Terassenrestaurant am Hafen probieren, mittlerweile könnte ja doch ein Tisch frei sein. Also Wende und zurück zum Ausgangspunkt. Diesmal zielte absichtlich zuerst ich den Oberkellner an und mit lächelnder, schwerst-manipulativer Mimik (wie Heinz behauptet) bekamen wir sofort einen Tisch, direkt am Balkongeländer. HA!!!

Die besten Anchovis!

Mittlerweile ja schon fast Einheimische, sparten wir uns die Nachlese auf der Menükarte und bestellten volé den Hauswein, marinierte Anchovis, eine gemischte Fischplatte aus Wildfang, gegrilltes Gemüse, Salat und viel Avjar. Sowie Heinz seine Nachspeisen-Ankündigung von Omletten – die Erfahrung der letzten Tage machte ihn bei der Uhrzeit doch etwas Sorgen, dass die Köche ja nicht vorher die Luken dicht machen 😉

Es dauerte nur ein paar Minuten bis uns die besten, wirklich allerbesten, marinierten Anchovis serviert wurden! Schon bei der Vorspeise punktete das Restaurant, worauf die gegrillte Goldbrasse, der Seebarsch und das Seehecht-Filet die Krönung waren. Im vollen Gaumenschmaus schmolzen wir wortwörtlich dahin und als Abschluss noch Omletten mit Honig und salzig-gerösteten Nüssen genossen wir einen herrlichen Abschluss eines weiteren Reisetages!

Lecker gesättigt und zufrieden fuhren wir zurück auf den Campingplatz, vollzogen eine „Katzenwäsche“ – wie meine Mama es definieren würde und fielen total K.O. auf unser Bettgemach alias Isomatte + Schlafsack.

Am nächsten Morgen packten wir unter anderem wegen den ausverkauften Marmelade-Croissants und der nichtvorhandenen, wichtigen Koffeinzufuhr wieder zusammen. Zum Abschluss unseres Roadtrips wollten wir zum ausspannen, die letzten 3 Tage an nur einem feinen Plätzchen verbringen.

Back on Cres, haben wir den auch gefunden: Mega Gaudi in Cres

Tiroler Coconuts

Alle Beiträge sehen

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Tiroler Coconuts

Wir sind zwei Tiroler mit Herzblut und 3 großen Interessen: Reisen, Ernährung & Fitness – aber alles ohne Mainstream & Einheitsbrei! Bewusst abenteuerlustig und mit dem Drang zum höchsten Lebensgenuss zeigen wir euch mit diesem Vlog unsere Highlights!

Beliebteste Videos

Folge uns auf