Mitten auf der Insel Losinj, auf der Suche nach einem weiteren feinen Platz zum Übernachten und Verweilen entdeckten wir den Campingplatz Poljana.

Dieser liegt an der schmalsten Inselstelle, der Campingplatz erstreckt sich über die West- und Ostküste.

Wir haben uns direkt auf der Westseite, neben der Strandbar mit Meeresbucht direkt vor unserer Nase, einen großen, freien Platz für ca. 42 Euro pro Nacht niedergelassen. Schön langsam dämmerte mir, dass der Trip – am Tag 10! – zu einem Campingplatztest ausartet J Aber hey, dadurch haben wir die Option „Roof Lodge“ also Zelt am Autodach entdeckt. Und ja wir haben volé gleich online recherchiert, was so ein Ding kostet + Lieferzeit 😉

Lounge am Meer mit Strom

Nach 12 Minuten hatten wir uns eingerichtet: Zelt plus Chillout-, Working-, Frühstücks- und Digestivo-Lounge mit Blick aufs Meer. Wow und das alles hat auf unserer Picknick-Decke Platz! Eine sensationelle Investition, kann ich nur empfehlen J

Der direkte Stromanschluss kam uns gelegen, um alle Akkus aufzuladen und an den Videos & Co weiterzuarbeiten. Dabei kamen uns die super netten Barkeeper der Beachbar nebenan gelegen, mit eiskaltem Sundowner-Drink. Total vertieft in Gesprächen und Bildern hätten wir fast wieder die Uhrzeit für das Abendessen übersehen… Küche, also was zu essen gibt es meistens nur bis 22:00 Uhr. Das hat unseren Nahrungsaufnahme-Rhythmus, der mehr italienischen oder spanischen Verhältnissen gleicht, geschockt. Wir hatten schon die Überlegung uns einen Wecker zu stellen, wobei die Schlummer-Taste vermutlich auch wie an Bürotagen von uns ausgereizt werden würde.

Eis statt Omelett

Leider gibt es in feiner Spaziergangsdauer keine großartige Restaurantauswahl in der Umgebung. Wir hatten die Option mit dem Auto rein nach Mali Losinj zu fahren oder das Camping-Restaurant zu testen. Da wir nach dem langen Tag zu erschöpft für Option A waren, blieb uns also nur die „Faule-Touri-Wahl“. Zudem tönte auch aus der Richtung Live-Musik uns entgegen, wofür wir sowieso ein Faible haben. Pizza Vegetariana, Pommes mit viel Avjar und Salat – unser Notfallmenü – war ok, wobei normalerweise für Heinz noch ein kroatisches Omlett als Nachspeise dazu gehört – jedoch hat die Küche zwar bis 22:30 Uhr offen, aber bestellen muss man das mindestens eine halbe Stunde früher. Bevor sich die Enttäuschung in Heinzis Augen mit Trotz vermischte fiel mir noch die Eisbar gleich gegenüber ein. Wir starteten dorthin und ergatterten noch die Ambition vom Verkäufer bevor er die Lichter ausknipste, in Form von Stracciatella und Schoko-Eis J Schlemmend hörten wir der Live-Band noch ein paar Songs zu, bevor uns die Erlebnisse dieses intensiven Tages in absoluten Tiefschlaf versetzten.

Magischer Sonnenaufgang

Als ich meine Augen öffnete – das erste Mal ohne Blasendrang – saß Heinz in vorm Eingang unserer flexiblen Haustür – alias Zeltreißverschluss – schmusend mit der GoPro-Halterung im Mund… für die absolute Ego-Perspektive. Zum Glück bin ich nicht eifersüchtig! Soweit meine verschlafenen, kurzsichtigen Maulwurf-Augen es auf dem Handydisplay entziffern konnten, war es kurz nach 6:30 Uhr. Ja: Heinz – 6:00 Uhr – morgens – AUFGESTANDEN – von selbst! Genau jener, der das Filmzitat „Der morgen ist mir fremd“ in „Der Vormittag ist mir fremd“ prädestiniert in der Praxis lebt!

Ich folgte seinem gefesselten Blick zum Horizont: Direkt vor uns zeigte sich ein magisches Farbenschauspiel am Horizont kurz vor Sonnenaufgang. Eine Symphonie von Rot-Orange-Lila-Blau, von oben nach unten gereiht, bis zur Spiegelung der sanften Bewegung des stahlgraun-blauen Meeres. Wahnsinn! Ich überwand mich ein paar Sekunden meinen Blick abzuwenden um meine Kontaktlinsen vor meine Pupillen zu schieben, damit ich die Ausblick und die Stimmung klar und in voller Intensität genießen zu können. Exakt, richtiges Timing, denn genau zu der Sekunde entdeckte ich ein kleines, feurig-leuchtendes Flimmerl im kraftvollen Lichtschein – die Sonne! Was für ein magischer Antlitz –ja schon wieder dieser Ausdruck… ich ringe nach passenden Beschreibungen dafür… Elektrische, fröhliche Impulse durchströmten unsere Körper beim Anblick dieses sensationellen Naturkinos. Wahnsinn!

Yoga und Croissant

Wir begrüßten diesen wundervollen neuen Tag mit einer feinen Strechting-Pilates-Yoga-Session – diese energievolle Morgenroutine hatte ich mir während des Trips angeeignet. Probiert es – es fühlt sich MEGA an, egal ob ihr Entspannung, Energie, Einstimmung oder eure Mitte sucht J Anschließend noch ein erfrischender Sprung ins menschenleere Meer!

Während ich frische, noch vom Backofen warme Croissants holte, brühte uns Heinz heißen Kaffee auf dem neuerworbenen Gaskocher, um die sensationelle Sonnenaufgangsharmonie perfekt zu machen! Oh yeah… er schaffts’s immer wieder: what a man, what a mighty, mighty good man!

Touri-Tag in Veli Losinj

Wir fühlten uns so wonne-wohl und energiegeladen und der Reiz Neues zu entdecken zog uns wieder „on the road“! Also Zeltabbau, alles rein ins Auto und weiter, mit dem Ziel Veli Losinj – dem Tipp meiner Mama! Als hätte ich es nicht schon ahnen können, weiß ich jetzt auch wieso: dort gibt’s eine spitzenmäßige Bäckerei 😉 Der Apfel fällt wirklich nicht weit vom Stamm… Aber bevor ich diese in den Ausverkauf getrieben habe, machten wir noch einen gemütlichen Rundgang entlang der Küste zwischen dem kleinen und großen Hafen, sahen ein knallrotes U-Boot ohne Gummi ;-), eine Affenschaukel, der wir nur mit extremster Mühe widerstanden – sorry Papa den Schwingradius, die Traglaststabilität und Wassereintauchwinkeloptimalität musst du wohl doch selbst austesten.

Jedenfalls, sind wir im Zentrum bei der großen Bucht ein bisschen herum-flaniert, haben Kaffeetschlt, gefrühstückt und auch geshoppt: 1 Kühlschrankmagnet, 1 neue Sonnenbrille für Heinz und 6 Tüten voll guter Bäcker-Leckereien. Unbedingt das Knoblauch-Kräuter Pizzabrot und das Marmelade-Brioche probieren!

Während wie die anderen Menschen beim urlauben und flanieren beobachten, kam die Frage auf, wo heute kampieren?

Ja, ich schlaf nur noch im Zelt – ist viel erholsamer so naturnah und auch erlebnisreicher! 😉

Weiter ging’s wieder inselaufwärts! Der Ortsname Nerezine klang sehr einladend: Happy mit Spritz und Pommes

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