Als wir uns für den Thailand-Trip entschieden, war von Anfang an klar, dass wir einen Abstecher nach Tonsai machen würden. Heinz hatte dort über ein Jahr gelebt und als Tauchlehrer gearbeitet und wollte seine dortigen Freunde besuchen. Damals gaben ihm die Locals den Namen „Han“ da sie Heinz nicht aussprechen können. Ihm wurde erzählt, dass „Han“ auf Deutsch Schwan bedeutet, in Wahrheit heißt es aber Gans 😉 soviel zum thailändischen Humor – spitze! 😀

Harter Weg zum Honeymoon

Die ersten Nächte haben wir uns bei Pasook Bungalows eingebucht für 650 THB (ca. 17 €). Nur die letzten zwei Nächte gönnten wir uns á la „Honeymoon“ ein Deluxe-Bungalow – wenn schon, dann richtig 😉 – im Tonsai Bay Resort für 1700 THB pro Nacht (ca. 44 Euro). Wir sind von Koh Yao Noi erst am späteren Nachmittag in Aonang angekommen, von dort hat uns ein Longtail, aufgrund der Ebbe, nur an den Nachbarstrand nach Railay Beach bringen können. Da wir das kalte Singha Bier bei der Freedom Bar schon schmecken konnten, stapften wir etwa 15 Minuten rüber entlang der Felsen. Es gibt noch einen zweiten Weg über den Felsen, also durch den Dschungel, aber da unsere Stirnlampen irgendwo im Nirvana der Rucksäcke verschwunden waren, gab’s Hornhaut-Training…

Klettern, Höhlen & Champagner

Mit „Oh Han, how are you? So much hair in your face and so long on your head!“ gab es erstmals eine herzliche Begrüßung von Tui, der Besitzerin der Freedom Bar, die einem wirklich alles organisieren kann, sogar Champagner 😉

Nächster Stopp war gleich schräg gegenüber bei „The Rock Shop“, der erste und älteste Klettershop in Tonsai. Kop, der Besitzer ist einer der besten Thai-Freunde von Heinz. In unserer üblichen Piraten-Manier, haben wir seine Terrasse für eine Woche gekapert und zu unserem Office, Regenunterschlupf und Vor- und Nach-Partylocation gemacht 😉 Danke für die („un“)gewollte Gastfreundschaft J Mit Zac, einer der Climbingguides, sind wir die nächsten Tage auch ein paar Mal in Railay geklettert – leider haben wir davon keine Aufnahmen… Aber von unserer Tour durch die riesige Fledermaushöhle im Felsen bei der Princess Bay. Die Höhle liegt ca. 40 Meter hoch oben, ist etwa 200 Meter lang und am anderen Ende seilt man sich ab. Wir waren auch in der Diamond Cave, welche mit den Stalaktiten und Stalakmiten schon imposant ist, genauso wie der Eintrittspreis von 200 THB (ca. 5 €) pro Person.

Schnorchel- und Fishing-Trip

Der coolste Tag in Tonsai war unser Schnorchel- und Fischer-Trip! Ein befreundeter Fischer, nahm uns mit raus nach Koh Si, Koh Ha und Chicken Island. Ich habe noch nie so viele Sergeant Major Fische auf einmal gesehen, die so dicht an mich rangeschwommen sind, dass es am ganzen Körper gekitzelt hat – liegt wahrscheinlich am Tiroler Schwitz 😉 Erfolgreich waren wir auch beim Fischen: Kop und sein Freund haben 8 Fische herausgezogen, mithilfe eines Tintenfisches… Die Ausbeute von Heinz war 1 tote Koralle, 2 Mini-Babyfische – die wir gleich wieder ins Meer geworfen haben – und 1 großen Fisch – der war leider giftig. Okay, mein Fischer-Ergebnis war noch horrender und zwar: Null.

Bei grapefruitrotem Sonnenuntergang fuhren wir zurück und mit knurrendem Magen ins Restaurant vom Green Resort, das unserem Boots-Man gehört. Dort wurden uns die „selbst-geangelte“ Ausbeute original thailändisch gekocht – original bedeutet hier übersetzt scharf 😉 Trotz Husten und tränenden Augen fand’s auch Heinz mit viel Reis lecker!

Die Mauer in Tonsai

Tonsai hat einen ganz speziellen Spirit von Hippie- und Aussteiger-Flair, Kletterfanatikern und alternativen Backpackern. Früher war dieser Lifestyle noch viel stärker spürbar, bevor sie „The Wall“ – also eine Mauer gebaut haben. Diese Betonwand wurde ab der Freedom Bar und des Tonsai Bay Resorts gezogen, hinauf bis ca. 100 Meter in den Dschungel hinauf und entlang der ganzen Bucht. Noch vor ein paar Jahren fand man am Strand Bars und Restaurants, diese wurden vertrieben und wegen der Mauer abgerissen. Die Einheimischen haben sich das aber nur zum Teil gefallen lassen und einfach ihre Lokale im Dschungel neu errichtet und bemalten sie zusammen mit Dauer-Gästen. Aus bedrückendem Grau wurden farbenfrohe, wunderschönen Bildern, Mindstyle-Sprüche & Co.

Alles Gute kommt von oben

Wenn man sich am Strand in der Sonne räkelt und nach oben schaut kann es passieren, dass man plötzlich meint ein fliegendes Eichhörnchen, einen ambitionierten Klippenspringer oder überdimensionalen Seestern am Himmel zu sehen. Nope, das sind die absolut extremen Basejumper! Auch die findet man neben den 8A-Kletterern in Tonsai. Tja, das mit dem Aussteiger-Leben nehmen die vielleicht sehr wörtlich…

Pool bei der Freedom Bar

Besonders genossen haben wir die Abende mit Sonnenuntergang an der Freedom Bar! So oft und ausgiebig, dass nach unserer Abreise alle Sprudel-Vorräte ausgetrunken waren – kein Problem schließlich gab’s noch Bier und frische Kokosnüsse 😉 Den Billiard-Tisch haben wir meistens auch gleich mit in Beschlag genommen und gegen unsere Thai-Freunde das ein oder andere faire Spiel verloren.

Home, sweet home – so wie die Katzen fühlen auch wir uns superwohl in Tonsai und kommen wieder!

Leider mussten wir Thailand nach 4 Wochen schon wieder verlassen, aber die nächste Reise stand bald an: Roadtrip nach Kroatien!

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