Als Kind hat man ja viele Träume… Ein paar, wie Feuerwehrfrau werden, mit einem Raumschiff fliegen oder Rockstar werden, sind auch echt realisierbar. Auf der Berliner Hütte zu übernachten wäre normalerweise eher weit unter den Top 100 gelandet. Im Fall von Heinzis 11-jährigen Neffen, war das aufgrund seiner Diabetis, ein absoluter Top-Wunsch. Der lange Weg von Ginzling hinein in den Zemmgrund bis zur berühmten Schutzhütte, aber für ihn eine sehr schwierige körperliche Herausforderung.

Gemeinsam geht sich’s leichter
Beim sommerlichen Familientreffen haben wir von diesem Kindheitstraum gehört. Da konnten wir uns das gar nicht vorstellen, dass ein Junge mit 11 Jahren dieses Ziel nicht erreichen könnte. Also haben wir spontan entschlossen ihm diesen Traum am nächsten Wochenende zu erfüllen! Mir sind als Zillertalerin auch gleich ein paar Leute eingefallen, die ich für eine Hilfestellung kontaktieren könnte. Hauptsächlich, um mit dem Auto näher an die Berliner Hütte fahren zu können, damit wir den Weg zu Fuß und die Anstrengung verkürzen konnten.
Allen Unterstützern, den Wirten vom Gasthof Breitlahner, der Alpenrose und der Berliner Hütte, ein herzliches Dankeschön!

Bereit für den Familienausflug
Nachdem wir die Zusage hatten, durch den Schranken beim Breitlahner Gasthof fahren und das Auto bei der Alpenrose parken zu können, erzählten wir Heinzis hüttenbegeisterten Neffen vom geplanten Ausflug. Hey, der sonst so schüchterne und zurückhaltende Junge strahlte und jubelte, das kann man sich gar nicht vorstellen – so als hätte man mir einen 6er-Karton Rose-Champagner geschenkt… Wow!
Es ging also ein paar Tage später von Innsbruck los hinein ins Zillertal, rauf nach Ginzling und hinein in den Zemmgrund. Als versierte Fahrerin von Bergstraßen, folgte ich dem Flow von Kurve zu Kurve, Gas- und Bremspedal, was meinen Mitfahrern eine matte üble Bleiche ins Gesicht verschlug…

Bei der Fahrt dorthin erging’s dem Jungspunt so als hätte ich die oben genannten Flaschen allein an einem Tag getrunken und wäre danach Achterbahn kopfüber gefahren. Nach 5 Übelkeit-Stopps, wo zufällig besagtes Kind auch stets die Fotokamera herauszog 😉 stellten wir das Auto ab und schulterten unsere Rucksäcke. Ein paar hundert Meter weiter gab’s die erst Kaffee- bzw. Zuckerpause bei der Alpenrose. Von dort stiegen wir den Weg hinauf zur Berliner Hütte. Da es noch recht früh war und oberhalb der Schutzhütte ein paar schöne Bergseen liegen, stellten wir unser Equipment in die Zimmer und gingen weiter hinauf.

Zucker ist nicht immer süß
Während dessen machten wir mehrmals Pausen, um Zucker zu messen bzw. aufzuladen in Form von Schokolade. So süß das jetzt auch klingen mag, gezwungen zu sein, Zucker oder Süßes essen zu müssen, damit der Körper funktioniert, ist echt schlimm. Das wurde uns da zum ersten Mal schlagartig bewusst. Zwar schafften wir den Schwarzsee nicht mehr, aber einen kleinen Tümpel erreichten wir und der war sogar ziemlich warm. Lag wahrscheinlich an der Tiefe von ca. einem halben Meter 😉

Für die Videoaufnahmen musste sich einer opfern und mir wurde das so als Heimvorteil verkauft…

Wunsch erfüllt – check!
Als Bonus für die geschaffte Bergsteiger-Leistung genossen wir das Abendessen noch bei einem sensationellen Sonnenuntergang auf der Hüttenterrasse.
Mit Brettspielen, Gesprächen mit dem Wirten und einer zufällig dort arbeitenden Bekannten von mir ließen wir den Abend geschmeidig ausklingen!

Voller Stolz hat der 11-jährige Knirps bei Schulbeginn seinen Freunden das Video von seiner Tour auf die Berliner Hütte gezeigt und sich schon seinen nächsten Hüttentraum ausgesucht! J

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