Bei Osor kommt man über eine Brücke auf die Insel Losinj, jedoch endet hier die Insel Cres noch lange nicht. Laut Google Maps findet man auf dem unteren Teil jedoch nur an der Südspitze etwas an Zivilisation. An der Südspitze gibt es noch den Ort Punta Kriza und siehe da – so ein Zufall… – auch noch einen Campingplatz mit dem ausgeklügelten, findigen Namen „Baldarin“. Eine eher einspurige Straße, schlängelt (als Vorbereitung für Ziel wortwörtlich) durch Olivenhaine und Steppen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrtzeit mit spannenden Ausweichmanövern erreicht man das Ende bzw. den Campingplatz.

Ohne Nudeln kein Aperitif

Baldarin – eine „ruhige Nudel“ schieben bekommt da eine ganz neue Bedeutung… Die ersten Stunden etwas ungewohnt dutzende Menschen bei alltäglichen Handlungen: Lesen, Abwaschen, Kochen, Unterhaltungen wirklich rein im Adams- bzw. Eva-Kostüm zu sehen. Wer’s nicht gewohnt ist, empfehle ich beim Camp Baldarin erstmal eine Flasche Baldrian 😉 okay der Schmäh war billig, aber die hätte Heinz gebraucht, als ihm im einzigen Restaurant im Camp erklärt wurde, man könne hier nur etwas trinken, wenn man auch etwas isst…

À la „Wenn de koan Aperitivo habn, geh’n ma haam…“ bzw. woanders hin.

Pommes sei Dank!

Wir verlegten unser Abendessen also örtlich hinter den Camp-Schranken. Was für ein Glück! Dadurch gelangten wir zum Einheimischen-Restaurant „Pogana“ direkt am Hafen. Eine Speisekarte gibt es dort in Form von der blonden Chefin, die uns im Schnelldurchlauf ihre Empfehlung nach dem heutigen, frischen Tagesangebot und unseren Wünschen (viel Gemüse für mich und hausgemachte Pommes für Heinz) erklärte.

Wir genossen knusprig-saftig gegrillten Fisch in Zitronen-Knoblauch-Kräuter-Marinade mit Salat, Pommes, Avjar und Oliven – und es war köstlich! Sogar besser als im teuren Nobel-Restaurant in Valun. Hier haben wir auch nur die Hälfte, also ca. 50 Euro inkl. Aperitif und einer Flasche Weißwein, bezahlt.

Es hat wirklich alles was einem im Leben passiert einen Sinn 😉

Von Nackt zu Einsam

Trotz der schönen Küste und unserem Robinson Crusoe-Plätzchen haben wir uns dort leider nicht so wohl gefühlt und deshalb am am nächsten Morgen wortwörtlich unsere Zelte abgebrochen. Rein ins Auto und weiter geht’s, weiter auf der Suche nach sensationellen Wohlfühl-Plätzen.

Cres war bei Baldrian, sorry Baldarin 😉 zu Ende, deshalb fuhren wir bei Osor rüber nach Losinj. Die Satellitenbilder von Google Maps haben uns nach Studenac (zwischen Nezerine und Sveti Jakov) geführt. Ein cooler Strand, sehr schmal aber dafür langgezogen, mit kleinen Anlegestellen für Boote oder als Steinplatte um sich knusprig rotbraun zu sonnen. Leider hielten wir uns dort nur kurz auf, da wir Kroatien-Neulinge dachten, es sei auf der westlichen Inselseite etwas windstiller. Also Abfahrt nach Insel-Gegenüber zu unserer 2. Satellitenbild-Entdeckung: Beach Liski.

Nach dem Ort Cunski nimmt man die Abzweigung Richtung Flughafen Losinj und ca. 200 Meter danach rechts einen Feldweg entlang bis man zu einem Parkplatz kommt. Von dort mussten wir dann die 2 km zum Strand zu Fuß weiter, da unser fahrbarer Untersatz breiter als 1 Meter ist… Die große Bucht ist ein Traum für Lonely-Places-Sucher wie uns! Es gibt nur geschätzte 10 kleine Häuschen, die an Urlauber vermietet werden. Wobei die wahrscheinlich alle ein Boot haben, sonst geht der Verpflegungstransport sehr aufs (Rücken-)Kreuz. Uns hat es dort so gut gefallen, dass wir schon mit dem Gedanken spielten unser Zelt zwischen Bäumen aufzustellen. Leider machte uns der immer stärker werdende Wind einen Strich durch unsere Idee. Ungemütlich, also zusammenpacken und ab zum nächsten Spot. Wobei wir keinen Plan hatten, wo der war… Somit à la Roadtrip einfach der Straße nach Richtung Süden.

Danach sind wir im Camp Poljana gelandet mit Ausflug nach Veli Losinj. Was wir dort erlebt haben könnt hier sehen bzw. lesen: Touri-Time in Poljana & Veli Losinj

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