Sodala, Ortschild passiert und entlang der Straße links und rechts Autos. Hm… einerseits gutes Omen für Zivilisation, anderseits schlechtes Omen für ZU VIEL Zivilisation. Egal, da schauen wir runter per Knospentaxi, denn einfahren in das Küstenörtchen ist nicht erlaubt. Wieder gutes Zeichen für Null-Verkehr, schlechtes Zeichen beim Blick über die Schulter auf unsere Gepäcksladung.

Zeltplatz direkt am Meer

Valun ist ein echt kleines Dorf mit Hafen, 3 Restaurants, 1 Strand, 2 kleinen Buchten und 28 Einwohnern, plus der 900 Sommergäste und Saisonarbeiter. Ähnlich wie in Beli, zeigte auch diese Panoramaaufnahme mehr bunte, aufblasbare Gummitiere (ohne superlässiges Einhorn) und rotleuchtende Sonnenanbeter als freie Strandfläche. Beim Anblick von Heinzis enttäuschter Mimik wurde auch mir schön langsam Mau im Bauch, ob wir hier einen Fail hingelegt haben. Okay, man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, also gaben wir Valun eine Chance. Das coole an dieser Campsite ist, dass der Zeltplatz (ja, wieder keine weiche Matratze frei…) direkt bei der größten Bucht liegt und man sich überall wo ein freies Fleckchen ist ein- bzw. aufquartieren darf für 33 Euro pro Nacht. Als hoch-dioptrinierte Linsenträger alias Maulwürfe ist das ein absolut wichtiger Faktor im tolpatschigen Aufwachmodus!

Parkbank statt Yacht

In 5-Meter Luftlinie vom sprungtiefen Meer entfernt stellten wir unser Zelt auf. Bei der Übung der letzten Tage wäre uns mittlerweile der 1. Platz beim Zelt-Aufbau-Bewerb sicher – was für eine Referenz im Lebenslauf 😉 Um diesen Outdoor-Lifestyle noch ein i-Tüpferl zu geben, hatte Heinz die luxuriöse Idee auch beim Mini-Market eine Flasche Wein und Mineral zu kaufen. Also stoßen wir mit Weiß-sauer in Plastikbechern (!) auf der Parkbank (!) vor den Fischerbooten, neben den Yachten, auf unser Kroatien-Abenteuer an. Was erträumt man sich als Tiroler Mädl denn mehr 😉 Okay, ich geb’s zu ich steh’ auf dieses Piraten-Hippie-Lifestyle-Abenteuer. Sheraton, Hilton & Co – Nein danke! Außer wir können unser Zelt in eurem Vorgarten aufstellen – mit Lagerfeuer, das versteht sich von selbst 😉 In Hotels habe ich bisher auch selten so gut geschlafen, wie auf dem knackigen kroatischen Boden.

Jackpot: Private Boat!

Während unseres Sundowner-Aperitifs á la Sillschlucht-Longtermbewohner legte vor uns ein feines, langjährig erprobtes Motorboot an. Der Name „Quicksilver Flamingo“ fand ich so spitze, dass ich Heinz „mehrmals sanft“ auf die Schulter klopfte. Das ist es: Jackpot Baby! Er startete sofort los und half dem jungen Typen beim anlegen mit dem Hintergedanken, dass er uns am nächsten Tag – gegen dem Austausch von Benzin zu Papierscheinen – zu einsamen Buchten und Insider-Plätzen bringt. Der sympathische Daniel, hatte zwar keine Zeit, aber sein redseliger und lustiger Papas Roberto für 120 Euro. Deal!

Da wir bereits um 9:00 morgens (mitten in der Nacht, wie Heinz behauptet) mit dem Boot ablegen wollten, sparten wir uns einen ausgiebigen Nachtschattengewächs-Ausflug. Aufgrund der Vorfreude, war Heinz so angespannt wie ein Gummiband, dass er bereits zu Sonnenaufgang in den Startlöchern stand und mir einen heißen und noch stärkeren dreifachen Espresso als Guten Morgen-Gruß servierte. What a man, what a man, what a mighty, mighty good man! (*sing) J

Roberto der beste Skipper!

Wir beluden das Boot mit unserer „dezenten“ Ausrüstung, ohne das es auf Grund lief und starten los. Sobald wir den Hafen verlassen hatten, legte sich unser Local-Guide und Bootsmann Roberto – mit extremen Rededrang – vorne auf die Bugsfläche und überließ uns das Steuer. Heinz hat ja den Segel- und somit auch den Motorbootschein in Küstengewässern, da er aber nach ein paar Minuten beschloss sicherheitshalber selbst die Kamera zu übernehmen durfte ich ans Ruder und an den Gashebel 😉 Zu diesem Zeitpunkt wussten, die beiden Matrosen wohl noch nicht, dass dies meine erste Kapitänserfahrung war. Aber hey, ich machte das echt schneidig! Bis auf die letzten zwei Wellen-Jumps, wo ich fast meine an Bord befindlichen Landratten über Bord geworfen hätte 😉

Einsame Buchten und Blue Cave

Da waren wir auch schon beim ersten Spot, bei denen zu Kriegszeiten in den 90er Jahren Italiener die Insel eingenommen hatten und einen Obelisk aus Stein an der Küste erbauten. Wir machten Pause für eine kurze aber extrem coole Schnorchelrunde, wo uns, wie in den letzten Tagen, das kristallklare blaue Wasser flashte! Anker los und mit Vollgas bei der Leuchtturminsel vorbei zur Aphrodite-Bay – ja, den Namen habe ich dem Plätzchen verpasst. Hier ließ Heinz seine gschmeidige Lady, die Drohne, steigen. Da wir etwas in Zeitdruck waren, ging sich hier und beim benachbarten „The Kop Beach“ (benannt nach Heinzis Thai- und Kletterfreund in Tonsai) aus. Alle von unserer Bootsbesatzung wollten nämlich auch zur berühmten „Blue Cave“. Wir zum erkunden, filmen und schnorcheln und Roberto zum Rotwein den er sich genüsslich währenddessen am nachgebauten Fluch der Karibik-Boot von seinem Freund als Frühstück zu Gemüte führte. Sein Credo: Zuerst ein Glas Limonade trinken, dann erlaubt die Leber auch ein Gläschen Wein …oder zwei, drei!

Der Schnorchelgang durch die Klippenhöhle war MEGA! Haben wir deshalb auch 2-3 Mal gemacht 😉

Am Nachmittag kamen wir, zurück in Valun, komplett K.O. aber total happy an. Nach einem gediegenem „Rastele“ folgten wir Roberto’s Empfehlung fürs Abendessen im Hafenrestaurant „Na moru“. Dort gibt’s die besten Fischgerichte, sofern man eine volle Geldtasche hat. Aber hey, wenn schon untertags auf einem Private-Boot dann gönnen wir uns auch am Abend das exklusiv-luxuriöse! Wir haben dort echt sensationell diniert, mit Oliven, Avjar, Anchovis-Carpaccio, Goldbrasse, gegrilltem Gemüse und Schoko-Omlett als Dessert, natürlich in Begleitung von Prosecco – der spanische hat uns am Besten geschmeckt. Dafür haben wir auch gebührend bezahlt – in etwa 100 Euro. Aber das und der Tag waren ein super Highlight: One Life – live it, wir habens genossen!

Am nächsten Tag zogen wir weiter – Slatina: Camp mit Wellness!

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